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Gedichte & Fabeln

Landhuhn trifft Schlossteichkarpfen


In Sitzenberg, da lebte ein braves Huhn,

das legte, wie es die Hühner tun,

an jedem Tag ein Ei

und  kakerte,

mirakelte,

spektakelte,

als ob´s ein Wunder sei.

 

Eines Tages kam es am Schlossteich vorbei,

darin ein braver Karpfen schwamm

und stillvergnügt sein Futter fraß,

der hörte das Geschrei:

Wie´s kakerte,

mirakelte,

spektakelte,

als ob´s ein Wunder sei.

 

Da sprach der Karpfen:

"Ei, ei! Alljährlich leg´ich 300.000

und rühm mich dessen mit keinem Ton.

Wenn ich um jedes Ei

so kakerte,

mirakelte,

spektakelte,

was gäb´s für ein Geschrei!" 

 

Sitzenberg das Fischerdorf von L. Zarrer


Sitzenberg das Fischerdorf           von Leopold Zarrer (Fasching 2007)

 

Es gibt nichts Schöneres auf dieser Welt,

als Sitzenberg, das Fischerdorf im Tullnerfeld,

das Fischerdorf ist so bekannt

wir liefern Fisch ins ganze Bundesland

wir liefern in jeder Größ und jeder Läng

uns werd`n die Fisch jetzt jedes Joahr scho z`wenig

i sog euch ans – des is net g`log`n

tonnenweise hob`m mir die Fisch an Land gezog`n

und alle von höchster Qualität,

denn unsere Fisch, ob Votta oder Muada,

die krieag`n bei uns nur das allerbeste Fuada.

Jo, i kann nur für unsern Fischmarkt werb´n.

 

Des muaß noch a größers Volksfest werd´n

1000 Leut kommen zu uns zum Fischfang her

und i wett, nächstes Joahr sand´s weit no mehr,

i woaß no net, wir mir das dann in Zukunft schoff´n,

do geht’s dann zua wia am Meer, in an Fischerhafen.

 

Jo und ans is – dos is euch net neich

es gibt auch Räuber in unsern Karpfenteich,

Hechte und Konsort´n, die alle auf Beute woart´n,

jo für die kloan Fisch, do wird des immer schlimmer,

die kennan si nur rett`n mit`n schwimma,

die kennan nur schwimma und nur bet`n

und sie net amoi ans Ufer rett`n,

und so etwos regt mi scho immer auf,

es zoit jo imma nur da kloane drauf.

Und hot so a großer Fisch an klan bei der Floss`n,

den loßt er immer aus – und nimmt eham eine in die Gosch`n.

 

Und horchts ma zua – i tua eich heit versprecha

Wir werd`n in ein paar Joahr den Rekord dann nochmals brechn,

denn vor kurzem hob i dem Teichausschuss an Vorschlag g`mocht

Wos unser Fischerdorf donn no bekannter mocht

I sog euch oans –  dos is koa Schmäh –

Vielleicht is dos von mir jo nur a Schnapsidee,

i woas ober no net wia i dazua kumm

zu a poar Goldfisch von an Aquarium.

 

A Fischerldoktor muaß do her – der ist studiert,

der muaß uns sog`n wiea so a Goldfisch ums hundertfache größer wird.

Und is unser Fischzucht vom Erfolg –

Ist unser Fischerdorf donn volla Gold,

do wurtat denen Herr`n in Brüssel bang,

won wir Goldfisch hab`n mit 1 m Läng.

Trotzdem is des net zum loch`n

wir müsst`n dann unsern Teich sehr streng bewoch`n

des währ recht schön und auch ganz lieab,

wir müsst`n ihn schütz`n vor die Dieab,

nur muaß si unser Hr. Bürgermeister sehr beeil`n,

des wahr nehmlich für unsre Gemeinde die erste Goldmedaille.

 

Auch sonst hab`n wir in unsern Fischerdorf no viel zu biet`n,

denn bei uns san net  all zu streng die Sitt`n,

des muaß i euch jo schnell no sog`n,

aber des kommt im Summer erst zum trog`n

immer mehr wird er bekannt, unser Badestrand

viel hätt`n glaubt es is woas g`scheh`n

dabei woar nur a hübsche Badenix`n, do zum Sehn,

sie woa blond und hübsch und kurvenreich –

so is g`leg`n bei uns am Badesteg.

Do kannst dich hinter de Ohrn nur kratz`n

da Bus`n woa als wiea a Luftmatrotz`n

ob er Sepp hoaßt oder Edi

bei so a Schönheit hätts a jeder g`nedi

do krieagt jedes Mannsbild jo a anders G´fühl

wanns is ob`n ohne, unt net füh.

 

Jo es gibt Wassernixn, i muaß scho sog`n

die zoag`n olles her woas zum herzog`n hob`n

do ging`s donn zua, am Samstag, Sonntag

wonn zum sehn is so a Busnwunda

und für so a Wossanix`n laßt si dann koa Blick vermeid`n

wonn sie sich zum Bad`n so enkleidet,

woas glaubst wonn wir den Teich net hätt`n.

 

A weng a Musik no am Badestrand

die fremden Gäst – die nahmt`n bei uns Überhand.

 

Und zwickst dir auf a so a Henn

zum Schluss mochst dirs dann no bequem

glaubst du bist im 7. Himmel

und dann ,hintnoch, dann kommt das Schlimme,

mochst ois guad und ganz agrat

holst dir dann an Herzinfarkt,

liegst dann do, auf da Dacka,

krieagst von dein Weiberl dann no bracka

und sie, für des koa Einsicht hot

dann bist du g`storbm – für immer Tod. 

horchst auf mi – und auf mei Red`n

da Herr Pforra is jo a dageg`n

i muaß dir sog`n, lieaba Mann

loss die Finger do davon

 

du duast die Wassernixn jo net kenna

die mocht si jo an Spass nur draus

und dahoam host du dann den Scherb`, auf.

 

Zuerst denkst du nur an einen Kuss

und dahoam host an Streit und an Verdruss

 

jo mir nehman alles in Kauf,

hauptsoch – mit`n Fremdenverkehr, do geht`s berauf

und jetzt passt`s auf, i moch kann Schmäh

a großa Fisch is in Frankreich und in Übersee

 

wenn i auch wollt,  <//span>und i gern mächt

aber für so große Fisch hob i koa Fischerrecht

und do brauchst a ries`n lange Angelschnur

woas reicht von Reidling bis nach Singapur.

 

Jo, als Raubfisch woarn`s ena 3

aber der Flöttl woar da weiße Hai,

do woast net, sollst wana oder lochn

der tuad mit unsern Göd wieder in der Karibik Urlaub machen

und der Elsner woar dabei, jo, an dem Raub

der mocht si nach Frankreich aus`n Staub

dort kann er an Herzkranken magieren

und is auf keinem Fall nach Österreich zu transportieren.

Der macht sich alles schön und auch bequem

der kann in Frankreich wie a Herrgott leb`n.

 

Nur der 3. Raubfisch, der is oarm,

der hot bei der Gewerkschaft, jo sein Job verlorn,

da Monatslohn woar eam scho z`wenig

Jetzt habn`s in die Kassa einiglangt, Millionen san verschwund`n

und bis jetzt haben`s no koan Kreizer g`fundn.

 

I tua meine Nerven nimma strapeziern

die waren Weltmeister entstehn

des Göd is furt – für immer weg

und Schuld is do da Aufsichtsrat

jo da Elsner is a großer Fisch

der ziagt uns alle übern Tisch.

 

Unser Fischerdorf des is a Pracht

Für alles wird bei uns Werbung g`macht,

i find des guad und auch sehr schön

bei uns gibt`s sogaor scho an Karpfenwein.

Da Weinbauer is a Reidlinger,

hoaß`n tuad er Keiblinger.

 

Seits schnell still und gebt`s a ruah

i hob groad an Biss an meiner Angelschnur,

des is a Großer, ganz a gfüllta

der zahd scho an, als wie a Wülda,

für heut hob i des Fischerrecht,

is euch kloa das i den größte`n Fisch heut fonga mecht.

 

I moa i hob heut Glück, mit`n Beiß`n

Die Schnur is g`spannt, jo zum Zerreiß`n

I hob an da Angel an Groß`n, ganz an Foastn

könnts ma gratuliern zu diesem Fang,.

den hob i scho do – und jetzt an Land

i moa der is von de Fisch der Burgermasta.

 

Wiea i den g`fangen hab – hot er no g`locht

doch leider haben`s eahm vor langer Zeit scho Mundtod g`macht,

der halts net long aus, do in da Sunn

aber der kanns net sag`n, der is stumm.

 

Trotzdem hab i mit dem Fisch a banga,

denn so an groß`n, hot in unsern Teich no kana g`fangn.

Aber i tua eam hoch und heilig versprechn,

i tua eam net weh und a nix brecha,

der krieagt in unsern Teich weiter a Quartier,

so a Fisch is jo koa Streicheltier.

 

Der Fisch is bei uns gezählt und registriert

bis er aufs Joahr dann wieder g`fangen wird,

des woars für heuer bis aufs Joahr.